Weihbischof Karl Schrod

Als einziger Sohn seiner Eltern Scholastika Cäcilia Du Sartz de Vigneulle und Hubert Schrod, wurde Karl Ernst Schrod am 13.03.1841 geboren.
Nach langer Krankheit starb der Vater früh, nicht mal 30 Jahre alt, am 20.02.1844. In kluger Vorsorge um eine solide Schulbildung für ihren Sohn, gab seine Mutter Scholastika 1848 den inzwischen schulpflichtigen Karl in die Obhut der mit ihr verwandten, kinderlos gebliebenen Eheleute Martigny in Beaumarais, von wo aus der Junge das Pro-Gymnasium im nahen Saarlouis besuchen konnte. 1853 veräußerte die Mutter ihren Besitz in Bickendorf und zog selbst nach Meaumarais. Nach dem Abitur entschloss Karl sich Theologie zu studieren. Am 23.03.1864 wurde er dann zum Diakon und am 27.08. des gleichen Jahres zum Priester geweiht. Als Weihbischof Heinrich Feiten 1892 gestorben war, erbat Bischof Felix Korum in Rom Karl Schrod zu dessen Nachfolger. Am 6. Mai 1894 erteilte Bischof Korum ihm die Bischofsweihe. Karl Schrod war bis zu seinem Tod am 10. April 1914 Weihbischof in Trier.
Dr. Hans Fuchs

Die Familie Fuchs war Gutsbesitzer in Bickendorf. Am 30.09.1874 wurde Johann Peter (Hans) Fuchs, Sohn von Nikolaus Fuchs und Margaretha Lamberty, in Bickendorf geboren. Nach bestandenem Abitur am Gymnasium Prüm studierte er Jura an den Universitäten Innsbruck, Berlin udn Bonn. im Jahre 1906 trat er als Regierungsassessor in die Landeskulturverwaltung ein. Nach mehreren Stationen wurde er 1919 zum Regierungspräsidenten von Trier ernannt. 1922 ernannte man ihn zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz. Damit waren ihm achteinhalb Millionen Einwohner unterstellt. 1923 wiesen ihn die Franzosen aus den besetzten Gebieten aus. 1933 wurde er von den Nozialsozialisten seines Amtes enthoben. 1945 berief ihn die britische Besatzungsmacht wieder zum Oberpräsidenten von Nordrhein ein, bis er kurz darauf in den Ruhestand ging. Danach wurde er Präsident der DRK in Rheinland-Pfalz. Zu seinem 80. Geburtstag überreichte ihm die Stadt Cochem den Ehrenbürgerbrief. Am 13.09.1956 starb Dr. Hans Fuchs in seiner Wahlheimat Cochem.
Texte : Hardy Diedrich
Bilder : Fotoarchiv AG Heimatkunde
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